Am 27.Jänner war es soweit, 1.200 von ÖVP & Bürgerforum gesammelte Unterschriften wurden im Rathaus der zuständigen Ressortleiterin Renate Brauner – kurzfristig vertreten durch den Vorsitzenden der gemeinderätlichen Verkehrskommission GR Hora – und dem Direktor der Wiener Linien Dr. Michael Lichtenegger übergeben. Die Forderungen deponierten Spitzenkandidatin Mag Veronika Mickel und Bezirks-Vize Michael Hemza:
- Einsatz von mehr Niederflurgarnituren
- Einhaltung der Intervalle
- Verkürzung der Intervalle zur Hauptverkehrszeit und am Samstag
Seitens der Repräsentanten von Stadt und Wiener Linien wurde eingeräumt, dass es in der Vergangenheit nicht immer klaglos gelaufen sei, man sich um stete Verbesserungen bemühe, jedoch diesem Bemühen Grenzen gesetzt seien. In der Replik verwies Bezirks-Vize Michael Hemza darauf, dass Verbesserungen das Gebot der Stunde sind, um wie Untersuchungen der anderen im Bezirk verkehrenden Linien gezeigt haben, den 2er auf dieses Niveau anzuheben.

Bild: Eine starke Josefstädter Abordnung übergab die Unterschriften an den Vorsitzenden der Verkehrskommission GR Karlheinz Hora (im Bild 3. v.r.). Weiters Klubobmann Andreas Ottenschläger (im Bild links außen), unsere Spitzenkandidatin Mag Veronika Mickel (4. v.l.), daneben BezRätin Heide Anzenhofer sowie ganz rechts Dr. Michael Lichtenegger, Direktor der Wiener Linien und Bezirks-Vize Michael Hemza.

Stolz kann BezRätin Heide Anzenhofer vermelden, dass die Unterschriftenaktion von ÖVP & Bürgerforum die Schallmauer von 1.000 Unterschriften durchbrochen hat. Das stellt in Anbetracht der Kleinheit unseres Bezirkes ein bemerkenswertes Ergebnis dar. Damit verbindet nicht nur sie die Erwartung, dass die Wiener Linien nun endlich einmal Nägel mit Köpfen machen. „Die Intervalle zur Hauptverkehrszeit und an Samstagen müssen verdichtet werden, mehr Niederflurwagen müssen zum Einsatz kommen, der Fahrplan darf nicht länger Makulatur sein“, formuliert es unsere streitbare Bezirksrätin. Wir werden weiter berichten.
Von Michael Hemza
PRO JOSEFSTADT führt zur Zeit eine Unterschriften-Sammlung durch, um die Missstände bei der Linie 2 endgültig zu beseitigen.
Konkret geht es darum, dass die Fahrpläne eingehalten, die Intervalle zu den Spitzenzeiten verkürzt werden und mehr Niederflurgarnituren(ULF) zum Einsatz kommen. Obwohl die Wiener Linien bereits im Frühling Verbesserungen versprochen haben, ist bis jetzt nichts geschehen. Also werden wir mit Hilfe der betroffenen BürgerInnen unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Vor allem ältere Menschen und Personen mit Kinderwägen oder Rollstühlen können oft nicht in die hohen, alten Garnituren einsteigen. Wartezeiten von 40 Minuten auf einen ULF und überfüllte Garnituren zu den Spitzenzeiten sind inakzeptabel.
Je mehr Unterschriften wir bekommen, desto größer ist die Chance auf Erfolg. Daher ist es wichtig, dass auch SIE dieses, unser aller Anliegen, unterzeichnen. Unterschreiben Sie einfach die Liste unter
UNTERSCHRIFTENLISTE
und schicken sie an „ÖVP-Josefstadt, Laudongasse 16“, denn nur gemeinsam mit IHNEN können wir dieses Problem lösen. Danke!
Von Bez.Rätin Andrea Hauer
Seit dem 26. Oktober 2008 ist eine Wiener Institution, die nicht nur die Josefstädter kennen und gerne frequentiert haben, aus dem Stadtbild verschwunden: der gute, alte J-Wagen, mit dem viele von uns schon in ihrer Kindheit gefahren sind, ist nur mehr ein Stück Vergangenheit.
Die erste Straßenbahn der Linie J fuhr bereits am 20. Februar 1907 zwischen der Ottakringer Erdbrustgasse und der Stadionbrücke in Erdberg. Erst 1984 wurde die Strecke zwischen der Oper und Erdberg durch die Linie U3 ersetzt. Nun haben die Wiener Linien beschlossen den Verlauf der Straßenbahnlinien 1 und 2 zu ändern, wobei der 2er nicht mehr als Rundlinie um den Ring, sondern als Durchgangslinie zwischen dem Friedrich-Engels-Platz in der Brigittenau und der Erdbrustgasse fährt. Trotz des „wehmütigen Abschiedes vom Buchstaben J“ gibt es bei der neuen 2er-Linie schon etwas Erfreuliches zu vermelden: die letzte „Blaue“ fährt erst um 0.21, also eine Stunde später von der Oper weg, als der J-Wagen. Weniger erfreulich ist allerdings, dass zu den Stoßzeiten vor allem morgens und am Spätnachmittag die Garnituren hoffnungslos überfüllt sind. Darüber hinaus fahren nur wenige Niederflurwägen diese Strecke. So müssen zum Beispiel Gehbehinderte oder Personen mit Kinderwägen wesentlich länger warten als früher. PRO JOSEFSTADT hat dieses Problem aufgezeigt und erfreulicherweise gleich eine Reaktion erhalten, denn die Wiener Linien haben bereits erste Schritte zur Verbesserung bei den Intervallen gesetzt.